Verbandsliga Südbaden 
Spitzenreiter SV Linx beim Tabellenzweiten FFC zu Gast
Der SV Stadelhofen hat zwar das Ortenau-Derby gegen den SC Lahr 0:1 verloren, trotzdem waren die Renchtäler jederzeit auf Augenhöhe, ließen aber einige Chancen liegen. Bildquelle Peter Heck

Nachdem der SV Linx die Derbys gegen den SC Lahr und Kehler FV gewonnen hat, der siebte Sieg in Folge gefeiert wurde, steht am Samstag das Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga auf dem Plan. Der Tabellenzweite Freiburger FC (19 Punkte) empfängt den Primus SV Linx (21). Das Spiel im Dietenbach Sportpark wird bereits um 14.30 Uhr angepfiffen. Eine Stunde später kommt es im Rheinstadion zum Ortenau-Derby zwischen den punktgleichen Teams des Kehler FV und SV Stadelhofen. Ein richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften.
 

Freiburger FC - Linx
Samstag, 14.30 Uhr

Nur zwei Punkte trennen den mit 120 Vereinsjahren ältesten Verbandsligisten Freiburger FC vom SV Linx. Die Gastgeber haben in der letzten Saison den Oberligaaufstieg in der Relegation verpasst, diesmal soll der direkte Aufstieg gelingen.  Da will aber auch der SV Linx mitreden und wenn die SVL-Fußballer (24) den mit 32 Treffer erfolgreichste Angriff der Liga in den Griff bekommen, ist zumindest ein Zähler aus Freiburg drin. Damit würde man die Tabellenführung auch am 8. Spieltag verteidigen. Nimmt man die Gesamtbilanz aller 28 bisher ausgetragenen Begegnungen zwischen beiden Teams in Ober- und Verbandsliga als Maßstab, dann sprechen die 14 Siege und sechs Unentschieden für den SV Linx. 
SVL-Coach Sascha Reiss weiß aber, dass man darauf nicht bauen kann. »Entscheidend wird sein, wie unsere Abwehr den Kombinationswirbel des Gegners in den Griff bekommt«, so Reiss. Immerhin stellt der SV Linx mit erst vier Gegentoren derzeit die beste Abwehr der Liga. Die Ansichten beider Trainer liegen oft weit auseinander. FFC-Coach Ralf Eckert (B-Lizenz-Inhaber) mit dem Titel »Life-Kinetik- Trainer« ausgestattet, was übersetzt Gehirntraining mit Bewegung bedeutet, lobt den Gegner zumeist über den »grünen Klee«, weiß aber um die Stärke seiner Mannschaft. Erst recht seit der kurzfristig zum FC Denzlingen gewechselte und wieder zurückgekehrten Maik Enderle wieder den Takt vorgibt.
Dem setzt der SV Linx mit Pierre Venturini, Alexander Merkel und Adrian Vollmer drei Spieler mit viel Routine entgegen. Auch wenn der Gegner acht Tore mehr erzielt hat, mit Marco Senftleber (10) den derzeit besten Torjäger der Liga stellt. Was zählt ist die Effizienz und da waren die Linxer bisher Spitze. Seit Piakai Henkel vom Bahlinger SV zum SVL zurückgekehrt ist läuft auch in Linx die Tormaschine, zumal das SVL-Spiel unberechenbarer geworden ist. Im Schnitt kommt Linx auf 3,4 Treffer pro Spiel und das, obwohl Torjäger Marc Rubio wegen langer Verletzungspause erst 82 Pflichtspielminuten hatte und erst am Montag wieder ins Training einstieg. Mitentscheidend für den Linxer Erfolg ist das starke Personal auf der Ersatzbank. Ausgewechselte Spieler werden fast gleichwertig ersetzt. Fünf Punkte hatte man sich aus dem beiden Derbys gegen Kehl und Lahr erhofft, sechs sind es geworden und so steht man am Samstag in Freiburg nicht zwangsläufig unter Erfolgsdruck.he
Kehl - Stadelhofen
Samstag, 15.30 Uhr

Es ist das Duell zweier Derby-Verlierer vom vergangenen Spieltag. Gastgeber Kehl unterlag beim Spitzenreiter SV Linx 0:3, der SV Stadelhofen zu Hause dem SC Lahr 0:1. Und die Zuschauer im Rheinstadion können sich auf ein weiteres Ortenau-Derby freuen in dem doch einige Brisanz steckt, denn beide Teams sind punktgleich und das Spiel schon richtungsweisend. »Wir müssen gewinnen«, macht KFV-Sportvorstand Jürgen Sax eine klare Ansage. 
Das 0:3 im Linxer Hans-Weber-Stadaion hatte man schnell verdaut, »denn wir wussten schon vor dem Anpfiff, dass wir das Niveau der Linxer noch nicht haben, die waren doch noch einen Tick stärker als wir«. Sicher auch deshalb, weil mit Aaron Zimmerer,  Tarik Aras und Nicolas Rios beim KFV gleich drei Stammspieler fehlten. Tarik Aras ist gegen Stadelhofen wieder im Kader. »Bei einer Niederlage am Samstag würde Stadelhofen an uns in der Tabelle vorbeiziehen. Ich habe zwar Respekt vor dem SVS, aber trotzdem kenne ich unsere Qualitäten und wir brauchen zu Hause unbedingt die Punkte«, sieht Sax schon einen gewissen Druck auf seiner Mannschaft.
Gäste-Trainer Daniel Bistricky hat eine Kehler Vergangenheit und er kehrt immer noch gern ins Rheinstadion zurück, will jedoch am Samstag keine Geschenke machen. »In einem Derby ist alles möglich, egal gegen wen man spielt. Wir fahren nach Kehl und wollen von dort was Zählbares mit auf den Heimweg nehmen«, gibt sich Bistricky optimistisch, wohlwissend, dass man zuletzt zwei Spiele nacheinander gewonnen und gegen den SC Lahr, trotz 0:1-Niederlage, einen guten Auftritt hatte. »Wir sind punktgleich mit Kehl und wollen am Samstag die Zähler notieren, die wir gegen Lahr liegengelassen haben.« 
Die Personalsituation bei den Renchtälern hat sich kaum verändert. Michael Schindler fällt definitiv aus. Der Einsatz von Valon Salihu  ist nach Auskunft von Daniel Bistricky noch nicht sicher (»Er liegt immer noch im Bett«), auch Loic Caspar liegt wegen einer Grippe flach, Patrick Ringwald musste wegen Adduktorenproblemen gegen Lahr das Spielfeld verlassen. »Ich muss das Abschlusstraining abwarten, dann weiß ich mehr«, erklärt Bistricky.fb


Top-Torjäger der Liga

1. Marco Senftleber (Freiburger FC) 16
2. Adrian Vollmer (SV Linx) 14
3. Valon Salihu (SV Stadelhofen) 10
4. Mustafa Akgün (FC Bad Dürrheim) 9
Piakai Henkel (SV Linx) 9
Keven Feger (Offenburger FV) 9
7. Marco Petereit (Offenburger FV) 8
Martin Weschle (SC Lahr) 8
Daniel Briegel (FV Lörrach-Brombach) 8
Tobias Krüger (FC Radolfzell) 8
Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!