Verbandsliga Südbaden 
Spitzenreiter SV Linx im Ortenauderby beim Lahrer SC
Piakai Henkel hat in drei Spielen für den SV Linx bereits fünf Treffer erzielt. Trifft der US-Japaner auch in Lahr? Bildquelle Ulrich Marx

Am 6. Spieltag der Fußball-Verbandsliga steht das Ortenau-Derby zwischen  dem SC Lahr (3. Platz/10 Punkte) und Spitzenreiter SV Linx (15) im Blickpunkt.

Es ist gleichzeitig ein Spitzenspiel. Die Lahrer könnten mit einem Heimsieg den Rückstand zu den Linxern bis auf zwei Zähler verkürzen. Ungeschlagen ist auch noch der Kehler FV (5./9), der mit einem Heimsieg gegen den FC Radolfzell (10./6) viel Selbstvertrauen fürs kommende Derby in Linx tanken will. FC Singen 04 gegen SV Stadelhofen ist ein Duell auf Augenhöhe, bei dem die Tagesform den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben könnte. Mit einem Zähler könnten die Renchtäler gut leben. 

 

Kehl - Radolfzell
Samstag, 15.30 Uhr

Auch nach fünf Saisonspielen ist der Kehler FV ungeschlagen, allerdings war Sport-Vorstand Jürgen Sax mit der Leistung der Braun-Schützlinge im Gastspiel beim Neuling FV Lörrach-Brombach nicht ganz zufrieden. »Die Lörracher haben eine gute Mannschaft, aber wir konnten nicht unsere beste Leistung abrufen, konnten denen nicht unser Spiel aufzwingen. Wir hatten zwei sehr gute Chancen, aber die Lörracher auch, die noch Pech hatten mit einem Pfostenschuss hatten. Deshalb ist der Zähler für uns ganz in Ordnung.«
Mit neun Punkten auf dem Konto kann man in Kehl gut leben. Allerdings fordert Jürgen Sax jetzt im Heimspiel gegen den FC Radolfzell (7 Punkte) einen Sieg, auch mit Blick auf das kommende Derby beim SV Linx. »Ein Sieg wäre natürlich für die Moral und die Motivation besser, als wenn wir mit einer Niederlage im Gepäck ins Hans-Weber-Stadion fahren müssten«, weiß Sax. Die personellen Voraussetzung für das Samstagspiel im Rheinstadion sind gut, denn bis auf den gesperrten Nicolas Rios sind »alle Mann an Bord«: Trainer Heinz Braun kann wieder mit Benjamin Schaeffler, Stefan Laifer und Tarek Aras planen. »Es sieht ganz gut aus«, freut sich Jürgen Sax.
 

 

SC Lahr - Linx
Samstag, 17.30 Uhr

Das ist ohne Zweifel das Top-Spiel am kommenden Wochenende. Mit berechtigtem Optimismus blickt der Linxer Coach Sascha Reiss der Aufgabe am Samstag entgegen: »Wir haben diese Runde noch keine Punkte abgegeben und möchten auch aus Lahr was mitnehmen. In der letzten Saison kamen wir ohne Niederlage durch die Ortenau-Derbys, dies ist auch dieses Jahr unser Ziel«. Der SVL reist mit  der Empfehlung einer makellosen  Bilanz in den Süden und Reiss kennt die Gründe für den optimalen Saisonstart: »Wir spielen sehr diszipliniert und jeder Spieler hält sich an seine Aufgabe. Vor allem das bessere Abwehrverhalten der ganzen Mannschaft hilft uns enorm weiter. Zusätzlich waren wir bisher sehr effektiv vor dem Tor und haben kaum Chancen liegen gelassen. Der Ausfall von Marc Rubio schmerzt uns zwar, aber wie am vergangenen Wochenende beim 5:0 gegen Singen ganz deutlich wurde, haben wir viele Spieler in der Mannschaft die Tore schießen können«. 
Ex-Oberligaspieler Sascha Reiss ist natürlich nicht entgangen, dass sich der  SC Lahr nach seiner Fusion (Lahrer FV mit der Spvgg Lahr) zu einer gestandenen Verbandsligamannschaft gemausert hat und nennt die Ausgeglichenheit in allen Mannschaftsteilen die große Stärke der Hausherren. »Sie werden uns wenig Angriffsflächen bieten und ich erwarte eine enorm schwere Aufgabe auf uns zukommen«, blickt der Linxer Trainer mit viel Respekt dem Derby entgegen.
Die personellen Voraussetzungen aufseiten der Linxer sind allerdings gut, denn bis auf Marc  Rubio und David Göser meldet Sascha Reiss »Vollbesetzung« und sieht auch deshalb aktuell »eine sehr hohe Qualität im Trainingsbetrieb, die uns hoffentlich auch die nächsten Wochen erhalten bleibt«. 
 

 

Singen - Stadelhofen
Samstag, 15.30 Uhr

Wieder ein Spiel auf Augenhöhe für den SV Stadelhofen: Nach dem 2:1-Heimerfolg gegen den SV Kuppenheim und mit sechs Zählern auf dem Konto reisen die Renchtäler mit einigem Selbstvertrauen unter den Hohentwiel zum Aufsteiger und Ex-Oberligisten.  Auch die Singener sammelten sechs Zähler aus den ersten fünf Saisonpartien. »Der Sieg gegen Kuppenheim war extrem wichtig für uns, vor allem auch, weil der SV 08 in den gleichen Gefilden der Tabelle platziert ist wie wir. Gegen solche Konkurrenten muss man punkten. Leider mussten wir mal wieder einem Rückstand hinterherlaufen, wir haben die erste Viertelstunde verpennt und hatten Glück, dass wir nicht 0:2 oder 0:3 zurückgelegen sind. Danach haben wir uns gefangen und das Spiel kontrolliert«, blickt Stadelhofens Trainer Daniel Bistricky auf den vergangenen Spieltag zurück.

Den FC Singen konnte Bistricky beim 0:5 in Linx beobachten. »Das ist eine gute Mannschaft mit einer sehr starken Offensive. Das  Team ist auch physisch sehr stark. Die Linxer hatten in Halbzeit eins einige Probleme«, so seine Eindrücke. Von Beginn an präsent sein, das fordert Daniel Bistricky von seinen Schützlingen im Gastspiel in Singen. »Da sollten wir möglichst eine lange Anlaufzeit vermeiden.« 
Die Verletztenliste beim SV Stadelhofen wird kleiner. Markus Kopf hat nach sechswöchiger Pause das Training wieder aufgenommen. Ob er schon in Singen spielen kann, ließ Daniel Bistricky allerdings offen. Dagegen steht ein dickes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Daniel Kirn, der nach 20 Minuten im Spiel gegen Kuppenheim das Feld wegen Wadenproblemen verlassen musste.  

 


Top-Torjäger der Liga

1. Marco Senftleber (Freiburger FC) 20
2. Valon Salihu (SV Stadelhofen) 18
3. Adrian Vollmer (SV Linx) 17
4. Alen Lekavski (1. FC Rielasingen-Arlen) 13
5. Martin Weschle (SC Lahr) 11
Mustafa Akgün (FC Bad Dürrheim) 11
Marco Petereit (Offenburger FV) 11
Keven Feger (Offenburger FV) 11
Alexander Stricker (FC Radolfzell) 11
10. Aslan Ulubiev (Freiburger FC) 10
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