3. Liga 
Karlsruher SC wendet den Fehlstart ab
Kai Bülow (weißes Trikot), hier im Zweikampf mit dem Osnabrücker Furkan Zorba, musste sich mit dem Karlsruher SC zum Drittliga-Auftakt mit einem Remis zufriedengeben. Bildquelle GES-Sportfoto

Aufstiegsfavorit Karlsruher SC hat zum Auftakt in die neue Saison der 3. Fußball-Liga eine Niederlage gerade noch abgewendet. Gegen den VfL Osnabrück erkämpfte sich der ZweitligaAbsteiger am Freitagabend im heimischen Wildparkstadion nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2 (0:2).

Nach dem Schlusspfiff war den Karlsruher Verantwortlichen die Erleichterung anzumerken. Nach einem erschreckend schwachen ersten Durchgang, in dem der KSC zwei Gegentreffer kassierte, gelang dank einer Leistungssteigerung nach Toren von Dominik Stroh-Engel (69.) und einem verwandelten Foulelfmeter von Anton Fink (74.) ein verdienter Punktgewinn. Weniger als man vor dem Er- öffnungsspiel der DrittligaSaison erhofft hatte, aber weit mehr als nach dem ersten Durchgang zu erwarten gewesen war.

Enttäuschender Beginn

Dabei hatte die erste Halbzeit alle enttäuscht, die davon ausgegangen waren, dass der Karlsruher SC von Beginn an dominant in der neuen Liga auftreten würde. Am Ende von 45 Minuten, in denen die Platzherren defensiv katastrophal agierten, stand es 2:0 für die auch physisch stärkeren Gäste aus Osnabrück. Der deutliche Rückstand zur Halbzeit hatte sich dabei schon früh abgezeichnet. Schon nach zwölf Minuten stand es 0:1. Nach einem Pass von Nazim Sangaré sprintete Jules Reimerink in die Lücke und zog ab. Gegen seinen platzierten Schuss war der neue Mann im Karlsruher Tor, Benjamin Uphoff, machtlos (12.).

Slapstick-Einlagen

Doch damit nicht genug der Schreckensmomente, Mitte der ersten Halbzeit folgten zwei Slapstick-Einlagen binnen weniger Sekunden. In der ersten Szene spielte Uphoff Innenverteidiger David Pisot kurz an, doch der vertändelte den Ball aufreizend lässig an den einzigen VfL-Angreifer Kwasi Okyere Wriedt, der jedoch das Kunststück vollbrachte, den Ball übers Tor zu schießen. Nur wenige Sekunden später zeigte Uphoff selbst die gleichen Konzentrationsschwächen wie zuvor Pisot und schoss den Ball Wriedt in die Beine, doch bevor der das Leder kontrollieren konnte, bügelte er seinen Fehler wieder aus (26.).

Kurz darauf stand es dennoch 2:0 für Osnabrück und wieder war dem Treffer eine unfassbare Schläfrigkeit in der Karlsruher Defensive vorangegangen. Zunächst umkurvte Wriedt nach einem kurzen Antritt den wie gelähmt wirkenden Martin Stoll, dann konnte im Zentrum die scharfe Hereingabe nicht verteidigt werden. Tim Danneberg, der Bader enteilt war, ließ sich nicht zwei Mal bitten.

Erste Chance in Minute 50

Kurz nach Wiederbeginn dann die erste Chance für den KSC. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke von Marc Lorenz hielt Stoll drauf und schoss den Ball über das Tor (50.). Danach dauerte es erneut zehn Minuten, ehe der schwache StrohEngel immerhin mal ein Kopfball-Duell gewann. Doch sein Abschluss nach Fink-Flanke verfehlte das Tor deutlich (60.).

Besser machte es Stroh-Engel in der 69. Minute, als er eine Flanke von Lorenz zum 1:2-Anschlusstreffer einschob. Das Tor gab den verunsicherten Gastgebern Auftrieb, die nun prompt belohnt wurden. In der 73. Minute brachte Steffen Tigges den eingewechselten Florent Muslija im Strafraum zu Fall, den Elfmeter verwandelte Fink zum 2:2 (74.). Es war der gerechte Endstand einer Partie, in der beide Mannschaften je eine Halbzeit dominiert hatten.

<h3 class="infotitle">Stenogramm</h3>

Karlsruher SC - VfL Osnabrück 2:2 (0:2)
Karlsruher SC: Uphoff - Bader, M. Stoll, Pisot, Föhrenbach - Camoglu (70. Muslija), Bülow, A. Hofmann, Lorenz - A. Fink (83. Wanitzek), Stroh-Engel (81. Schleusener)
VfL Osnabrück: Gersbeck - Sangare, Appiah, Krasniqi (90.+2 B. Schulz), Zorba - Groß - Reimerink, Danneberg, Arslan, Bickel (71. L. Tigges) - Wriedt (84. Kristo)
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel) - Zuschauer: 11500
Tore: 0:1 Reimerink (12.), 0:2 Danneberg (38.), 1:2 Stroh-Engel (69.), 2:2 A. Fink (74./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Pisot (1), Lorenz (1) / Bickel (1), L. Tigges (1)


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