2. Bundesliga 
KSC: Slomka hat den Matchplan vereinfacht
Moritz Stoppelkamp hat mit dem Karlsruher SC nach dem 0:5-Debakel von St. Pauli heute gegen Hannover 96 einiges wiedergutzumachen. Bildquelle gesa D. pixelio.de
Mirko Slomka, Trainer des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC, will vor dem Spiel am Samstag (13 Uhr) gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber und Aufstiegskandidaten Hannover 96 die richtigen Schlüsse aus dem 0:5 gegen St. Pauli ziehen - und drei Punkte gegen den Abstieg einfahren.

Oliver Kreuzer nickte eifrig, als die Rede auf den kommenden Gegner kam. Auch der KSC-Sportdirektor findet ganz entschieden, dass Bundesliga-Absteiger Hannover 96 zuletzt einige Male gepunktet hat, ohne dabei die bessere Mannschaft gewesen zu sein. Vor der Partie am Samstag ist das ein Hoffnungsschimmer, wenn auch ein kleiner. Denn was nutzt die Erkenntnis, dass ein Tabellen-Zweiter vielleicht nicht so stark ist, wie die Platzierung aussagt, wenn man ein paar Tage zuvor 0:5 gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf verloren hat? Und zwar mit einer Leistung, die auch Kreuzer als "Vollkatastrophe" eingestuft hat? "Was am Montag passiert ist, hat die Mannschaft genauso geschockt wie das Trainerteam", berichtet derweil Coach Mirko Slomka, der seinen Spielern unter der Woche noch einmal eingeimpft hat, dass "Mentalität Qualität schlägt".


Zu viele Gegentore


Allerdings wirft die Art und Weise, wie die Gegentore gegen St. Pauli entstanden, Fragen nach Mentalität und Qualität des KSC-Kaders auf. Konnte man unter Markus Kauczinski noch sicher sein, dass defensive Stabilität über allem steht, hat der KSC in dieser Spielzeit bereits nach dem 22. Spieltag fast so viele Gegentreffer kassiert (33) wie am Ende der vergangenen Saison (37.). Auch am Millerntor entstanden Lücken, die die Hamburger ausnutzen konnten. "Wir haben jetzt in der Trainingswoche versucht, die Dinge zu vereinfachen und Klarheit reinzubringen." Eine defensivere Grundausrichtung könnte tatsächlich die richtige Maßnahme sein, zumal mit Hannover 96 ein Team kommt, das mit 39 Saisontreffern die größte Offensivwucht in der Liga auf den Platz bringt.


Allein Martin Harnik hat mit seinen zwölf Saisontreffern nur fünf Mal weniger getroffen als das ganze KSC-Team zusammen. Deutet man die Signale richtig, könnte es der österreichische Nationalspieler morgen mit dem 20-jährige Benedikt Gimber zu tun bekommen, der somit zu seinem zweiten Pflichtspieleinsatz als Innenverteidiger neben Jordi Figueras kommen würde. Bjarne Thoelke, der in Hamburg nicht nur beim ersten Gegentor schlecht aussah, würde dann wieder aus der Mannschaft rotieren. Ob Slomka auch die Offensive umstellt, ließ er vor dem Spiel offen.


12500 Tickets im Vorverkauf abgesetzt


Gut 12500 Karten gingen im Vorverkauf über den Tresen. Seit Montag ist der Kartenabsatz allerdings rapide ins Stocken geraten. Ein Grund mehr für Sportdirektor Kreuzer, noch einmal die Werbetrommel zu rühren: "Ich glaube, dass die Mannschaft jetzt verstanden hat, worum es geht."


Top-Torjäger der Liga

1. Marvin Ducksch (Holstein Kiel) 18
2. Lukas Hinterseer (VfL Bochum) 14
Hanno Behrens (1. FC Nürnberg) 14
Steven Skrzybski (1. FC Union Berlin) 14
5. Marco Grüttner (Jahn Regensburg) 13
Andreas Voglsammer (DSC Arminia Bielefeld) 13
Rouwen Hennings (Fortuna Düsseldorf) 13
8. Martin Sebastian Andersson (1. FC Kaiserslautern) 12
Mikael Ishak (1. FC Nürnberg) 12
Dominick Drexler (Holstein Kiel) 12
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