2. Bundesliga 
Karlsruher SC: Neuer Stürmer für Mission Klassenerhalt
Der neue KSC-Trainer Mirko Slomka (Mitte) ist ganz entspannt vor dem Auftakt aus der Winterpause am Sonntag zu Hause gegen Bielefeld. Bildquelle dpa
Am Sonntag wird es ernst für den Karlsruher SC. Um 13.30 Uhr startet der vom Abstieg bedrohte Fußball-Zweitligist seine "Mission Klassenerhalt".

Zu Gast beim Rückrundenauftakt ist die punktgleiche, aber einen Platz schlechtere Arminia aus Bielefeld, die auf Relegationsplatz 16 überwintert hat.

Bevor sich das Transferfenster am kommenden Dienstag (18 Uhr) schließt, hat Fußball-Zweitligist Karlsruher SC am Donnerstag einen Stürmer verpflichtet. Oskar Zawada wechselt vom Bundesligisten VfL Wolfsburg, für den er in der letzten Saison in zehn Spielen der zweiten Mannschaft im Einsatz war, in den Wildpark, wo der U20-Nationalspieler Polens gestern einen bis zum 30. Juni 2019 datierten Vertrag unterzeichnete. "Mit ihm bekommen wir einen Spielertypen, den wir bisher so nicht in unserer Mannschaft hatten", erklärte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer. "Er erfüllt genau das Anforderungsprofil für einen Stürmer, nach dem wir gesucht hatten." Damit bekommt der neue KSC Trainer Mirko Slomka noch rechtzeitig vor dem Start aus der Winterpaus am Sonntag, 13.30 Uhr, gegen Abstiegskonkurrent Arminia Bielefeld den ersehnten Angreifer. Denn nach nur zwei Siegen und elf Toren in der ersten Saisonhälfte erkannte Slomka, der am 3. Januar sein erstes Training leitete, im Angriff den größten Handlungsbedarf.

 

 

 

Neuzugang tut gut

Der Neuzugang tut dem KSC gut, denn zuvor hatte der Tabellen-15. in der Winterpause nur Verluste: Florian Kamberi (Knorpelverletzung Knie) und Manuel Torres (Sehnenverletzung Oberschenkel/Hüfte) mussten operiert werden und fallen für den Rest dieser Saison aus. Marin Sverko (18) wechselte zum Bundesligisten FSV Mainz 05. Und Gaetan Krebs ist nach seinem Anfang September erlittenen Kreuzbandriss noch nicht spielfähig.

Auf Enrico Valentini hingegen könnte Slomka nach seinem Innenbandriss wieder zurückgreifen. Torhüter und Kapitän Dirk Orlishausen (34), Martin Stoll, der mit 33 Jahren älteste Feldspieler des KSC, und ­Ylli Sallahi nahmen dagegen gestern, weil angeschlagen bzw. krank, nicht am drittletzten Training vor dem Neustart teil. Deshalb stellt sich die Karlsruher Startelf für das Kellerduell gegen Bielefeld beinahe von selbst auf und sieht vermutlich folgendermaßen aus: Vollath - Kinsombi, Thoelke, Figueras, Kempe - Mavrias, Prömel, Yamada, Stoppelkamp - Hoffer, Diamantakos.

 

Trainer Slomka der Star

Der Star am Sonntag ist aber sicher nicht der KSC, sondern sein Chefcoach Mirko Slomka (49). Denn der frühere Erfolgstrainer von Schalke 04 und Hannover 96 steht nach 868 Tagen im Abseits erstmals wieder im Rampenlicht des deutschen Fußballs - wenn auch nur in dessen Unterhaus.

Slomkas neue Mannschaft ging in insgesamt fünf Vorbereitungsspielen nach zwei Siegen und zwei Unentschieden nur bei der Generalprobe am vergangenen Samstag auf Malta gegen den Schweizer Erstligisten FC St. Gallen als Verlierer vom Platz (0:2). Dabei wurden die bekannten Sturmschwächen, aber auch Abwehrschwächen deutlich. Nichtsdestotrotz müssen gegen die Arminia, die sich mit Sören Brandy vom FC Union Berlin und dem ehemaligen KSC-Spieler Reinhold Yabo (ausgeliehen vom österreichischen Bundesligisten Red Bull Salzburg) namhaft verstärkt hat, drei Punkte her.

 


Top-Torjäger der Liga

1. Mikael Ishak (1. FC Nürnberg) 12
2. Marvin Ducksch (Holstein Kiel) 10
Sebastian Polter (1. FC Union Berlin) 10
4. Andreas Voglsammer (DSC Arminia Bielefeld) 8
Dominick Drexler (Holstein Kiel) 8
6. Lucas Höler (SV Sandhausen) 7
7. Rouwen Hennings (Fortuna Düsseldorf) 6
Hanno Behrens (1. FC Nürnberg) 6
Sonny Kittel (FC Ingolstadt) 6
Cedric Teuchert (1. FC Nürnberg) 6
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