2. Bundesliga 
KSC: Wenigstens steht die Null
KSC-Trainer Tomas Oral (r.) Bildquelle Pixelio.de
Wenigstens nicht verloren: Inmitten seiner Turbulenzen ergatterte der Karlsruher SC beim Südwest-Derby der 2. Fußball-Bundesliga in Kaiserslautern immerhin einen Punkt. Andererseits bringt das 0:0 den KSC nicht wirklich weiter.

Zuvor drei Niederlagen in Serie, die Trennung von Sportdirektor Jens Todt und Spekulationen um die Weiterbeschäftigung des Cheftrainers: Die Voraussetzungen, unter denen der KSC das Südwest-Derby in Kaiserslautern zu bestreiten hatte, waren suboptimal. Trotzdem entführten die Wildparkprofis mit einem torlosen Remis einen Punkt. Moritz Stoppelkamp handelte sich bei der wie immer kampfbetonten Auseinandersetzung seine fünfte Gelbe Karte ein und muss am Freitag gegen Fürth gesperrt zuschauen.


Mit dem 0:0 auf Deutschlands höchstem Fußballberg verbesserte sich der KSC von Relegationsplatz 16 einen Platz nach oben. "Dieser Punkt gibt uns Kraft und Mut für die kommenden Aufgaben", sagte Tomas Oral: "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Kurve kriegen." Ein besonderes Lob sprach der Karlsruher Coach den Youngsters Matthias Bader und Marin Sverko aus.

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dem Auftritt der Mannschaft", kommentierte KSC-Präsident das Derby. Und weiter: "Man hat gesehen, was möglich, wenn die Mannschaft zusammenhält und alles reinhaut. Die Unruhe im Umfeld muss jetzt einfach abnehmen. Die hilft keinem."


Diese Unruhe hatte Trainer Oral allerdings zuvor noch selbst geschürt, indem er am Tag vor dem Spiel Teammanager Burkhard Reich von seinen Aufgaben entband.


Mit fünf Änderungen gegenüber der Heimniederlage gegen Sandhausen (1:3) und einer halben U23 schickte Tomas Oral seine Schützlinge auf den Betzenberg. Matthias Bader (19) verteidigte rechts, Marin Sverko (18) links. Enrico Valentini, Dennis Kempe und David Kinsombi fehlten verletzt. Und mit den Trainingsleistungen von Ylli Sallahi und Manuel Torres war der Coach offenbar so unzufrieden, dass sie nicht zum 18-köpfigen Aufgebot gehörten.


Derartig verjüngt hatten die Badener Akklimatisationsprobleme. Nach zwei Lauterer Chancen durch Marcel Gaus und Osayamen Osawe bekam Karlsruhe die Sache dann besser in den Griff und spielte selbst nach vorne - ohne aber richtig gefährlich zu werden.


Auch die zweite Halbzeit begann ausgeglichen. Die wohl entscheidende Situation ereignete sich in der 61. Minute. Der Führungstreffer des FCK durch ein Kopfballtor des Sekunden zuvor eingewechselten Zoua Daogari wurde - fälschlicherweise? - wegen Abseits nicht anerkannt. Anschließend entwickelte sich eine abwechslungsreiche letzte halbe Stunde, in der auch der KSC Chancen hatte, einen Sieg zu landen (67./79.).


Top-Torjäger der Liga

1. Mikael Ishak (1. FC Nürnberg) 12
2. Marvin Ducksch (Holstein Kiel) 10
Sebastian Polter (1. FC Union Berlin) 10
4. Andreas Voglsammer (DSC Arminia Bielefeld) 8
Dominick Drexler (Holstein Kiel) 8
6. Lucas Höler (SV Sandhausen) 7
7. Rouwen Hennings (Fortuna Düsseldorf) 6
Hanno Behrens (1. FC Nürnberg) 6
Sonny Kittel (FC Ingolstadt) 6
Cedric Teuchert (1. FC Nürnberg) 6
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