3.Liga 
Karlsruher SC verpasst Sprung auf Platz drei
Kein Durchkommen für KSC-Stürmer Fabian Schleusener (weißes Trikot) im Rostocker Strafraum gegen Nico Rieble, Torhüter Janis Blaswich und Fabian Holthaus (v.l.). Bildquelle GES/Markus Gilliar

Der Karlsruher SC hat die große Chance verpasst, auf den Rele­gationsrang der 3. Fuß­ball-Liga zu klettern. Gegen Hansa Rostock kamen die Wildparkprofis am Sonntag nicht über ein torloses Remis hinaus.

Er könne seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sagte KSC-Trainer Alois Schwartz nach der vergebenen Chance. »Sie hat alles versucht und wollte zum Schluss das Tor erzwingen. Leider haben wir das nicht geschafft.« Auch habe das für einen Dreier nötige Matchglück gefehlt, zum Beispiel bei einem Lattentreffer von Fabian Schleusener (82.). 
Weil Marcel Mehlem nach zwei Spielen Verletzungspause wieder in der Karlsruher Startelf auflief, musste Kapitän Kai Bülow zurück auf die Ersatzbank. Ansonsten schickte Schwartz die Spieler auf das Feld, die bei der 0:2-Niederlage in Magdeburg begonnen hatten. Allerdings musste der KSC schon nach einer knappen halben Stunde den am Knie verletzten Matthias Bader durch Marc Lorenz ersetzen.
In der Folgezeit verloren die bis dahin dominanten Gastgeber den Faden, und die zu Beginn aus KSC-Sicht vielversprechende Partie ging torlos in die Pause. Denn die Platzherren schafften es in den ersten 30 Minuten nicht, weder aus dem Spiel heraus für Gefahr vor dem Tor von Janis Blaswich zu sorgen, noch Kapital aus drei Eckbällen und drei Freistößen zu schlagen. Die größte KSC-Chance vereitelte Rostocks Keeper in der 16. Minute, als er nach einer Karlsruher Ecke einen Kopfball von David Pisot von der Linie fischte. Lorenz fand nach seiner Einwechslung keine Bindung zum Spiel und handelte sich nach einem unnötigen Foul seine fünfte Gelbe Karte ein.
Das Karlsruher Offensivspiel blieb auch nach dem Seitenwechsel mangelhaft. Erst verstolperte Schleusener einen Konter (51.). Dann brachte auch ein weiterer Freistoß nicht den so heiß ersehnten Torerfolg (55.). Und schließlich versemmelten Lorenz (56.) und Anton Fink (57.) gute Schusschancen. In der 74. Minute bewahrte dann Blaswich bei einem Flugkopfball von Schleusener seine Mannschaft vor einem Rückstand. Und in der 82. Minute rettete der Querbalken die Rostocker vor einer Niederlage.
Zum Glück für den KSC ließ auch der FC Hansa im Abschluss praktisch alle Wünsche offen, sonst hätte der KSC wohl die erste Heimniederlage dieser Saison kassiert. Bryan Henning zum Beispiel hatte das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß (78.) und auch Tim Väyrynen hätte treffen können (84.), als die Hausherren in ihren Bemühungen um den Siegtreffer ihre Abwehr vernachlässigten. Die letzte Chance, vielleicht doch noch einen »Lucky Punch« zu landen, vergab Florent Muslija, der in der Nachspielzeit einen Freistoß aus 19 Metern in die Wolken schoss.


Top-Torjäger der Liga

1. Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden) 21
2. Sven Michel (SC Paderborn) 19
Benjamin Girth (SV Meppen) 19
4. Stephan Hain (SpVgg Unterhaching) 18
5. Fabian Schleusener (Karlsruher SC) 17
Philip Türpitz (1. FC Magdeburg) 17
7. Adriano Grimaldi (Preußen Münster) 15
Daniel Keita-Ruel (Fortuna Köln) 15
9. Stephan Andrist (SV Wehen Wiesbaden) 14
10. Christian Beck (1. FC Magdeburg) 13
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