Frauen-Bundesliga 
SC Sand verliert Derby in der Nachspielzeit
Im südbadischen Derby wurde mit harten Badagen gekämpft: Freiburgs Carolin Simon (rechts) stoppt Sands Laura Feiersinger nicht gerade sanft. Bildquelle Christoph Breithaupt
In einem packenden und hochklassigen Derby verlor der Ortenauer Frauenfußball-Bundesligist SC Sand sein Heimspiel im Orsay-Stadion am gestrigen Sonntag mit 2:3 gegen den südbadischen Rivalen SC Freiburg. Nationalspielerin Hasret Kayikci erzielte den Siegtreffer in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Im Sander Orsay-Stadion sah man nach dem Schlusspfiff hängende Köpfe. Selten war der Gastgeber in den bisherigen acht Derbys gegen den SC Freiburg einem Punktgewinn so nah wie am gestrigen Sonntag. Ein unberechtigter Elfmeter und ein vermeidbares Tor in der Nachspielzeit besiegelte letztendlich durch ein 2:3 die siebte Sander Niederlage bei nur einem Unentschieden in der vergangenen Saison.


Tolle Spiel vor nur 750 Zuschauern

Von Beginn an zeigten beide Mannschaften tollen Fußball vor einer für ein Erstliga-Derby etwas enttäuschenden Kulisse von 750 Zuschauern. Und den Gastgeberinnen war der Wille, endlich den ersten Sieg zu landen, deutlich anzusehen. Freiburg wurde unter Druck gesetzt und nach einem kurz ausgeführten Freistoß von Jovana Damnjanovic erzielte die Ex-Freiburgerin Verena Aschauer mit einer sehenswerten Einzelleistung das 1:0 für den SCS (7.).

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen für Freiburg und Sand, bei denen sowohl SCS-Torfrau Carina Schlüter als auch Nationaltorhüterin Laura Benkarth bei den Breisgauerinnen ihr Können unter Beweis stellten. Der Ausgleich fiel für Sand unglücklich. "Die Schiedsrichterin wollte keinen Strafstoß geben, wurde aber von ihrer Assistentin umgestimmt", erklärte Sands Trainer Richard Dura die Elfmeterentscheidung in der 27. Minute, die sich auch beim nachträglichen Betrachten als Fehlentscheidung herausstellte. Lina Magull kam im Sander Strafraum frei an den Ball, Carina Schlüter stürmte ihr entgegen - und Magull ließ sich fallen. Die Gefoulte selbst verwandelte den Elfmeter zum 1:1.


Mehr Härte nach der Pause

In der Folge kam auch mehr Härte ins Spiel. Cecilie Sandvej räumte Giulia Gwinn ab, die mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt wurde. Für sie kam Hasret Kayikci (33.), die bis zur Pause aber nur durch zwei Pässe ins Niemandsland auffallen konnte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Freiburg mehr Spielanteile und ging durch eine gelungene Kombination zwischen Lena Petermann auf Lina Magull mit 2:1 in Führung (53.). Die Gäste aus dem Breisgau konterten gut, während Sand die gefährlichsten Torszenen nach Standardsituationen hatte.


2:2 durch Milena Nikolic

In der letzten Viertelstunde drängten die Gastgeberinnen auf den 2:2-Ausgleich, den Milena Nikolic nach einem Freistoß von Cecilie Sandvej in den Freiburger Strafraum auch aus fünf Metern im Liegen erzielte (90.).

Drei Minuten wurde nachgespielt, und Hasret Kayikci nutzte eine Unaufmerksamkeit, als Sand den Ball nicht aus dem Strafraum befördern konnte, zum 2:3-Siegtreffer.

Zeit sich lange über die Niederlage zu ärgern hat der SC Sand nicht. Das Team von Trainer Richard Dura muss schon am Mittwoch zum Bundesliga-Spiel bei 1899 Hoffenheim antreten. Die Mannschaft aus Nordbaden ist nach dem knappen 1:0-Heimsieg gegen den MSV Duisburg jetzt punktgleich mit Sand.

SC Sand - SC Freiburg 2:3 (1:1)

Sand: Schlüter - Savin, Caldwell, van Bonn, Sandvej, Igwe, Meyer, Feiersinger (59. Santos), Burger, Aschauer (65. Vojtekova), Damnjanovic (76. Nikolic).

SC Freiburg: Benkarth - Lahr, (74. Fell­hauer), Schiewe, Puntigam, Simon, Zehnder, Schöne, Gwinn (33. Kayikci), Magull (79. Hegenauer), Starke, Petermann.

Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Kassel) - Zuschauer: 750.

Tore: 1:0 Aschauer (7.), 1:1 Magull (28., Foulelfmeter), 1:2 Magull (53.), 2:2 Nikolic (90.), 2:3 Kayikci (90.+3).


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