Frauen Bundesliga 
SC Sand sichert sich mit 4:0-Sieg Platz sieben
Die Spielerinnen des SC Sand, (von links) Verena Aschauer, Selina Wagner, Anne van Bonn, Jana Vojitekova und Laura Feiersinger, freuen sich über das 1:0 von Milena Nikolic (rechts). Bildquelle Ulrich Marx

Nach dem 4:0-Sieg im letzten Heimspiel der Saison hatten nicht nur die Fußballerinnen des SC Sand am Sonntag einen Grund zu feiern. Während sich der Ortenauer Frauen-Bundesligist vor dem letzten Saisonspiel am Sonntag in Potsdam Platz sieben sicherte, bleibt auch Gegener MSV Duisburg nach den Niederlagen von Köln und Jena ein weiteres Jahr erstklassig.

Vor dem letzten Heimspiel der Bundesliga-Saison 2017/?18 verabschiedeten Sands Manager Gerald Jungmann und der sportliche Leiter Dieter Wendling vier Spielerinnen: Verena Aschauer und Laura Feiersinger wechseln zum Ligakonkurrenten 1. FFC Frankfurt, Selina Wagner kehrt in ihre Heimat zum SV Elversberg zurück, und Johanna Tietge beendet nach ihrem zweiten Kreuzbandriss ihre Karriere und wird in Wolfsburg beim dort ansässigen Automobilhersteller beruflich einsteigen. 

Hohes Tempo
Bei sommerlichen Temperaturen gingen beide Mannschaften in der ersten Hälfte ein hohes Tempo. Der MSV Duisburg, dem theoretisch noch ein Punkt zum Klassenerhalt fehlte, begann druckvoll und setzte Sand mit Kurzpassspiel und schnellen Kombinationen unter Druck. Nach einer Ecke von Sand hatte Yvonne Zielinski die erste gute Schusschance für die Gäste (9.). Dann verpasste Milena Nikolic im Strafraum des MSV eine Hereingabe von Leticia Santos, traf aber kurz danach nach einer Flanke von Wagner, die sich links im Strafraum durch setzte, mit dem Kopf zum 1:0 (13.). 

Ortenauerinnen bestimmen Spiel
Mit diesem Gegentreffer erlahmte auch der Widerstand der Gäste. Sand bestimmte nun das Spiel und kombinierte sich durch das Mittelfeld. Duisburg hingegen kam nur noch durch Distanzschüsse in die Nähe des Sander Tores. Nach einer Flanke von Santos köpfte Nikolic den Ball Zentimeter neben das Tor (29.). Isabelle Meyer verzog drei Minuten später nach Zuspiel von Anne van Bonn ebenfalls nur knapp.

Schlüter mit nach Kanada
Nikolic bereitete dann den zweiten Sander Treffer vor. Sie legte an der Torauslinie quer in die Mitte, Lena Nuding wehrte zuerst den Schuss von Laura Feiersinger ab, die aber reaktionsschnell wieder aufstand und zum 2:0 traf (33.). 
Halbzeit zwei begann mit einem unveränderten Bild. Sand spielte, Duisburg war auf Torverhinderung eingestellt. Nach einer Stunde prüfte Barbara Dunst zweimal Sands Torfrau Carina Schlüter, die eine Einladung zum Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in Kanada erhalten hat.

Trainer Sascha Glass zufrieden
Nuding wehrte anschließend einen Schuss von Anne van Bonn sicher ab, stand kurze Zeit später aber zu weit vor ihrem Tor. Bei einem Konter sah Nikolic das freie Tor und überwand Nuding aus 35 Metern mit einem Schuss unter die Latte zum 3:0 (70.). 
Und nach einer Flanke aus dem Mittelfeld zog die eingewechselte Dina Blagojevic auf der linken Seite davon und passte genau auf die mitgelaufene Anne van Bonn, die zum 4:0-Endstand traf (81.). Blagojevic hatte in der Nachspielzeit nach Pass von Aschauer noch die Chance, das Ergebnis zu erhöhen, verfehlte aber das Duisburger Tor. »Ich freue mich, dass wir mit einer sehr guten Leistung das letzte Heimspiel gewonnen haben und die 30 Punkte auf dem Konto stehen«, sagte Sands Trainer Sascha Glass. Mit einem Sieg am Sonntag bei Turbine Potsdam könnte Sand sogar noch Platz sechs erreichen, wenn Frankfurt das Heimspiel gegen Bayern München nicht gewinnt. 

SC Sand - MSV Duisburg 4:0 (2:0)
Sand:
Schlüter - Santos, Caldwell, Vojtekova, Aschauer, Feiersinger, van Bonn, Wagner, Arnold (83. Migliazza), Nikolic (73. Vetterlein), Meyer (79. Blagojevic).
Duisburg: Nuding - Harsanyova, Richter, Anonman, Wu, Zielinski, Dunst, Weichelt (46. Morina), Martini (46. Dieckmann), Kirchberger, Radtke (78. Ciesielska).
Schiedsrichterin: Fabienne Michel (Gau-Odernheim) - Zuschauer: 532.
Tore: 1:0 Nikolic (13.), 2:0 Feiersinger (33.) 3:0 Nikolic (70.), 4:0 van Bonn (81.).

 


Top-Torjäger der Liga

1. Pernille Harder (VfL Wolfsburg) 17
2. Lina Magull (SC Freiburg) 12
3. Linda Dallmann (SGS Essen) 11
4. Nina Burger (SC Sand) 10
5. Zsanett Jakabfi (VfL Wolfsburg) 9
Fridolina Rolfö (Bayern München) 9
7. Svenja Huth (Turbine Potsdam) 8
Sara Däbritz (Bayern München) 8
9. Klara Bühl (SC Freiburg) 7
Lena Petermann (SC Freiburg) 7
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