Bezirksliga Herren 
Bezirksliga: Kellerkind Ichenheim fordert den Spitzenreiter
Offensivakteur Timo Petereit (links) ist im Urlaub und fehlt dem FV Ebersweier somit morgen im Derby beim SC Offenburg. Bildquelle Peter Heck
Langenwinkel gastiert bei abstiegsbedrohten Sportfreunden / Verfolger Sulz auch auswärts / SCO kann morgen auf Rang zwei klettern

Am 28. Spieltag der Fußball-Bezirksliga (Sonntag, 15 Uhr) müssen Tabellenführer Langenwinkel (in Ichenheim) und Verfolger FV Sulz (in Urloffen) auswärts bei Kellerkindern antreten. Außerdem gastiert Thomas Heilmann mit dem SC Lahr II bei seinem ehemaligen Verein in Unterharmersbach, während Rammersweier im Kellerduell mit dem SV Rust den Klassenerhalt fast schon sichern kann. Bereits morgen könnte der SC Offenburg mit einem Sieg gegen Ebersweier zumindest für eine Nacht auf Rang zwei klettern.

 

Offenburg – Ebersweier (Samstag, 17 Uhr)

In einem richtigen Kampfspiel setzte sich der SC Offenburg schließlich verdient mit 1:0 beim FV Urloffen durch, wobei das Team von Trainer Achim Rüger bis zum Schluss zittern musste, weil man die Chancen nicht verwerten konnte. Vor dem Derby gegen Ebersweier warnt Rüger nun seine Mannschaft: »An einem guten Tag kann Ebersweier jede Mannschaft in dieser Liga auseinander nehmen, wie das 4:0 vom letzten Wochenende gegen Unterharmersbach zeigt. Wir wollen oben dranbleiben, deshalb zählen für uns nur noch Siege in den nächsten drei Wochen.« Raphael Waselikowski und David Burghard werden wohl ausfallen. Einen absolut verdienten 4:0-Erfolg über Unterharmersbach sah der Ebersweierer Coach Torsten Eckert, der seine Mannschaft für eine geschlossene Leistung lobte. Im Derby beim SCO will Eckert nun den nächsten Aufstiegsaspiranten ärgern: »Wir wollen das Derby unbedingt gewinnen, die ganze Truppe ist heiß auf diese Partie.« Bis auf Timo Petereit (Urlaub) sind alle Mann an Bord.

 

Rammersweier – Rust

Der FV Rammersweier siegte in einem ganz engen Spiel bei Schlusslicht Fautenbach mit 3:2, bitter war für Trainer Umberto Vulcano allerdings die Gelb-Rote Karte gegen Ronny Hügel kurz vor Schluss, der am Wochenende gesperrt fehlt. Nun wartet auf die Rebdörfler das nächste schwere Spiel gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten SV Rust: »Das wird eine ganz heiße Kiste. Sollten wir gewinnen, sind wir fast durch. Die Mannschaft wird sich sicherlich dafür zerrei- ßen, die Punkte zu Hause zu behalten.« Maximilian Näger (Zehenverletzung) und Juri Stroinoff (Knöchelverletzung) drohen auszufallen.

 

 

U’harmersbach – Lahr II

Stark ersatzgeschwächt musste Unterharmersbach am vergangenen Wochenende in Ebersweier eine deutliche und verdiente 0:4-Pleite einstecken, gestern folgte dann auch noch eine 1:3-Niederlage im Nachholspiel gegen Haslach. Die Sorgen von Co-Trainer Manuel Jilg sind vor dem Heimspiel gegen den SC Lahr II nicht kleiner geworden: »Wir gehen zur Zeit auf dem Zahnfleisch. Sicher wird die Lahrer Truppe diesmal nicht so stark besetzt sein wie in der Vorrunde, aber dennoch wird das eine ganz unangenehme Aufgabe.« Wer alles ausfällt, kann Jilg angesichts der zahlreichen angeschlagenen Akteure in seinem Kader noch nicht sagen. Allerdings sind im Vergleich zur Vorwoche die Lehmann-Brüder wieder mit von der Partie. Die Verbandsliga-Reserve des SC Lahr musste sich mit einem 2:2 im Derby gegen Ettenheim begnügen und ist immer noch nicht frei von allen Abstiegssorgen. Daher sollte das Team um Trainer Thomas Heilmann bei dessen alten Verein in Unterharmersbach zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen.

 


Urloffen – Sulz

Für Reiner Heitz, Trainer des FV Sulz, kassierte sein Team eine sehr unglückliche 2:3-Niederlage im Derby gegen Seelbach. Knackpunkt sei der Elfmeter zur Führung der Gastgeber gewesen. In Urloffen zählt für Heitz nur ein Sieg: »Wir dürfen und können uns nichts mehr erlauben. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken und die restlichen Partien gewinnen, wollen wir auf Tabellenplatz zwei bleiben.« Mirko Weidenbach kehrt nach Gelb-Rot-Sperre zurück, dafür fällt Adrian Rothmann vermutlich aus.

 

Ichenheim – Langenwinkel

Nach dem 1:3 in Oberwolfach mussten sich die Sportfreunde Ichenheim auch am Mittwoch im Nachholspiel gegen Niederschopfheim mit 2:3 geschlagen geben. Mit Tabellenführer FV Langenwinkel stehen Trainer Christian Thau und seine Mannschaft nun vor der nächsten Mammutaufgabe: »Wir werden uns sicher nicht kampflos ergeben, werden kämpfen und versuchen, etwas für unser Punktekonto zu tun.« Personell sieht es düster aus bei den Sportfreunden, etliche Spieler sind angeschlagen und drohen auszufallen. Einen richtigen Big Point konnte Langenwinkel mit dem 4:2-Erfolg gegen Niederschopfheim landen, da Verfolger Sulz zeitgleich in Seelbach patzte. Trainer Davor Sikanja will diese Steilvorlage nun im Gastspiel in Ichenheim nutzen: »Wir wollen jetzt durchziehen und die letzten Spiele gewinnen. Sicher wird Ichenheim uns mit allen Mitteln bekämpfen und versuchen zu punkten.« Bis auf Wladislaw Duschkin (Dienstreise) sind alle Mann dabei.

 


N’schopfheim – Fautenb.

Nicht nur die 2:4-Niederlage in Langenwinkel schmerzte Max Maassen, Trainer des SV Niederschopfheim. Auch die schwere Verletzung von Nico Hilger, der sich genauso wie Dominik Schwarz schon vor Wochen einen Kreuzbandriss zuzog, tat richtig weh. Dennoch konnte sich seine Elf am Mittwoch im Derby in Ichenheim mit 3:2 durchsetzen. Vor dem Heimspiel gegen Fautenbach mahnt Maassen, diese Partie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: »Wir haben uns gegen das Schlusslicht schon in der Vorrunde ziemlich schwergetan. Dennoch zählt nur ein Sieg, dafür müssen wir aber alles abrufen.« Bis auf Hilger und Schwarz sollten alle Akteure dabei sein.

 

 

FV Ettenheim – SV Oberwolfach

Nach dem frühen 0:1 drehte Oberwolfach in der zweiten Hälfte mächtig auf und kam gegen Ichenheim noch zu einem verdienten 3:1-Sieg. Der SVO, der in seinen Aktionen immer sicherer wird, gewann seine vergangenen fünf Begegnungen und nähert sich dem Optimum. »In der ersten Hälfte haben wir uns schwer getan«, gesteht SVO-Trainer Joachim Kehl, »danach konnten wir aber noch eine Schippe drauflegen«. Der momentan rundumzufriedene Kehl möchte in Ettenheim die Erfolgsserie auf jeden Fall fortsetzen und nicht verlieren. »Wir wollen unbedingt nachlegen«, verrät er. Er rechnet mit einem »kampfbetonten und engen Spiel«. Denn die Rohanstädter wehren sich gegen den Abstieg mit aller Macht und dürften nichts unversucht lassen, um die Situation im Abstiegskampf zu verbessern. »Die Ergebnisse gegen Ettenheim waren jedenfalls immer knapp«, so Kehl.

 

 

SV Haslach – FSV Seelbach

Nichts zu erben gab es für den SV Haslach beim 1:4 in Rust. Der Trainer des SVH, Michael Rauer, war enttäuscht. Er hätte sich »mehr Moral und mehr Aufbäumen gegen die Niederlage« gewünscht. Zudem bemängelte er fehlenden Biss und »dass wir keinen richtigen Zugriff auf das Spiel hatten«. Dass bei den Haslachern seit Wochen Licht und Schatten wechseln, zeigte sich am Vatertag im Positiven. Denn der 3:1-Erfolg beim Tabellenvierten FV Unterharmersbach war nicht eingeplant. Und plötzlich können die Hansjakobstädter mit einem weiteren Dreier gegen Seelbach den Abstiegskampf beenden, bevor er richtig begonnen hat. »Wir sind noch nicht durch«, warnte Rauer schon am Mittwochabend. Und dieser Satz hat trotz der gestrigen Punktekonto-Erhöhung (noch) Bestand.


Top-Torjäger der Liga

1. Yasin Ilhan (FV Langenwinkel) 36
2. Ousman Bojang (FV Sulz) 24
Gürkan Balta (SV Haslach) 24
4. Jens Kiesele (FV Sulz) 20
Giulio Tamburello (SV Haslach) 20
Frederic Burger (SV Oberwolfach) 20
Tonio Bayer (SC Offenburg) 20
8. Dominik Schmider (SV Rust) 19
Lionel Labad (SV Niederschopfheim) 19
10. Marc Hug (FV Rammersweier) 18
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